Aktuell

Thematik Aktuell:  Migräne

Bei Migräne handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die aktuell weltweit ungefähr 13 % der Bevölkerung betrifft, mehr Frauen als Männer. Trotz dieser Häufigkeit ist Migräne immer noch eine wenig verstandene  medizinische Störung.  Sie gilt als ursächlich nicht heilbar.

Je nach Individuum zeigt sich eine Vielfalt an Ausprägungen. Hauptsymptom sind rezidivierende, meist halbseitig auftretende Kopfschmerzanfälle, begleitet von vegetativen Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen, neurologischen Störungen und Sehstörungen. Migräne kann mit oder ohne Aura auftreten.

Ursachen, Auslöser und Ablauf

Ursächlich werden heute genetische Faktoren angenommen, die durch innere und äußere Einflussfaktoren wirksam werden müssen (Epigenetik).

Auslöser können dann sein: bestimmte Nahrungsmittel, Alkohol, Medikamente, Unterzuckerung, hohe Belastung, aber auch Entlastung, psychische Faktoren, Menstruation, physikalische Einflüsse (Lärm, Flackerlicht, Wetterwechsel), also Stress im umfassenden Sinne.

Ablauf: Durch Freisetzung bestimmter Botenstoffe kommt es nach einer Vasokonstriktion zu einer Vasodilatation (Dehnung der Blutgefäße) im Gehirn. Dies verursacht eine erhöhte Durchlässigkeit der Gefäßwände. Es bildet sich ein lokales Ödem um die Gefäße herum und  eine Entzündungsreaktion des Hirngewebes und der Hirnhaut, Auslöser für den typischen Migränekopfschmerz.  Dauer: Stunden bis Tage.

Behandlung der Symptome und Auslöser

Wichtig ist als Erstes der Ausschluss anderer mit Kopfschmerzen einhergehender Erkrankungen mittels CT, Angiographie etc.!

Bei einer Migräne-Attacke wird man als erstes versuchen, alle äußeren Reize zu reduzieren (Rückzug in einen abgedunkelten, ruhigen Raum). Als Akut-Behandlung kommen in der Regel allopathische Medikamente zum Einsatz:

  • Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (in schnell resorbierbarer Form, nicht als Retard-Tabletten!) oder ähnliche.
  • Mittel gegen Übelkeit, wie Metoclopromid.
  • Bei schwereren Attacken werden Serotonin-Agonisten (Triptane) verschrieben.

Nachteilig sind die Nebenwirkungen dieser Medikamente, ein hohes Gewöhnungsrisiko und eine Steigerung von Anfallshäufigkeit und –schwere. Bei häufiger Einnahme von Analgetika entwickelt sich bei einigen Patienten ein Analgetika-Kopfschmerz.

Bei häufigen Attacken wird schulmedizinisch eine vorbeugende Behandlung mit Betablockern, Calcium-Antagonisten (Flunarizin) oder Serotonin-Agonisten versucht. Das Medikament muss drei bis fünf Monate konsequent eingenommen werden, bevor die Wirksamkeit beurteilt werden kann.

Die Naturheilkunde, Verhaltensmedizin und Komplementärmedizin bietet verschiedene Verfahren, um Häufigkeit und Heftigkeit zu reduzieren:

  • Entspannungsverfahren
  • Biofeedback-Verfahren
  • Mentales Training
  • Ernährungsumstellung (LOGI-Kost, Vermeiden von „schnellen“ KH)
  • Manuelle Therapie: Lösen eventuell vorhandener Blockaden in der HWS, auflösen von Blockaden und Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich durch Massage.
  • Bewegungstherapie: am besten bewährt haben sich tägliche Waldspaziergänge von mindestens 30 Minuten Dauer.
  • Stressabbau!!! und Reduzierung von Reizen (Fernsehen, Mobiltelefon,etc.) Die Erfahrung zeigt, dass die Anfälligkeit für eine Migräneattacke umso größer ist, je weiter das eigene Energielevel durch Stress und ungünstige Lebensweise abgesunken ist. Hier gibt es eine Vielzahl von hilfreichen und bewährten Möglichkeiten aus Verhaltensmedizin und Daoistischer Energiearbeit.
  • Phytotherapie: Bewährte Mittel sind die Pestwurz und das Mutterkraut. Leider sind die entsprechenden Phyto-Pharmaka stillschweigend vom Markt verschwunden. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Funktion der Leber durch entsprechende Mittel zu unterstützen.
  • Orthomolekulare Therapie: Migränepatienten zeigen in der Regel eine erniedrigte ATP – Bildung in Gehirn und Muskeln und damit eine reduzierte Energieversorgung. Die zugrundeliegende Mitochondriopathie kann mit verschiedenen Orthomolekularia angegangen werden: Vitamin B2, B6, B12, Biotin, Vitamin C, Zink, Kalium und Magnesium in organisch gebundener Form, Coenzym Q10 und Alpha-Liponsäure kommen unter anderem in Frage. Die Mittel und deren individueller Bedarf sollten individuell ausgetestet werden!
  • Energetisch handelt es sich bei Migräne um eine Störung im Qi-Fluss des Körpers. Diese führt zu einer „Fülle-Symptomatik“ im Gehirn. Die TCM bietet dafür mit fachgerecht durchgeführter Akupunktur gute Behandlungsansätze. Auch und gerade die Selbstbehandlung mit (korrekt durchgeführtem!) Qi-Gong und speziellen Atemmethoden bietet bei konsequenter Übungsweise die Chance auf nachhaltige Besserung.

Behandlung der Ursachen

Migräne nur auf der körperlichen Ebene zu  behandeln ist in der Regel nicht wirklich heilsam. Es geht darum, die Ursachen – und nicht nur die Auslöser – zu finden und zu behandeln. Diese liegen nach heutigem Verständnis in der Psyche des Menschen, die über wissenschaftlich noch nicht verstandene Mechanismen die Genetik verändert (Epigenetik).

Aktuelle Forschung hat gezeigt, dass durch die gründliche Auflösung von – meist unbewussten – Traumen und ungelösten seelischen Konflikten (meist in der frühen Kindheit oder noch früher entstanden) oder von systemischen Belastungen aus der Herkunftsfamilie, die entsprechenden genetischen „Schalter“ wieder zurückgestellt werden können.  Diese Arbeit erfordert Geduld und tiefes Sich-Einlassen-Können auf Seiten der/des Patientin/en. Bei ausreichender Tiefe der Arbeit kann die chronische Fehlsteuerung, als Ursache der Migräne, enorm reduziert oder sogar abgestellt werden.

Als Methoden um dies zu bewerkstelligen, kommen vorzugsweise die Hypno-Analyse (aufdeckende, analytische Hypnose nach Dr. Zimmermann) und die angewandte Neurobiologie (Regulationsdiagnostik und Psycho-Kinesiologie nach Dr. Klinghardt) zum Einsatz.

 

Gruppen, Seminare, Workshops und Kurse

2018 biete ich wieder eine Meditationsgruppe  „Meditation als Weg zur Selbstheilung“ an. Ergänzend zu den meditationsspezifischen Aspekten werde ich begleitende Qi-Gong Übungen vorstellen, die das Qi-Gefühl entwickeln und den Qi-Fluss im Körper erfahrbar machen. Teilnehmer/innen an dieser Gruppe können sich schrittweise eine stabile Basis für eine wirksame eigene Meditationspraxis erarbeiten. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich, obwohl Meditations-Erfahrungen, egal welcher Richtung, hilfreich sein können.

Weitere Informationen und Anmeldebogen finden Sie zeitnah hier.

Wenn Sie grundlegend Interesse an diesem Thema haben, können Sie mir gern eine Email senden. Ich nehme Sie dann auf meinen Email-Verteiler und schicke Ihnen rechtzeitig vor dem Start der Gruppe eine Einladung.

 

Vorträge

Burnout – Chance zur Veränderung

Glaubt man aktuellen Statistiken, nimmt Burnout in unserer Gesellschaft enorm zu. Die Angebote zur Lösung sind verwirrend vielfältig. Was sind die wirklichen Ursachen  und was sind sinnvolle und notwendige Wege aus dem Burnout?

Vortrag von mir in meiner Praxis für Systemische Lösungen, Hypnotherapie und Naturheilkunde in Bietigheim-Bissingen. Dauer 1 bis 2 Stunden, je nach Teilnehmerresonanz.

Termine für 2018 werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Eintritt frei.

Wenn Sie grundlegend Interesse an diesem Thema haben, können Sie mir gern eine Email senden. Ich nehme Sie dann auf meinen Email-Verteiler und schicke Ihnen rechtzeitig vor dem Vortrag eine Einladung.
Bitte melden Sie sich per Email über den Menüpunkt „Kontakt“ an, damit ich räumlich planen kann.

 

Empfehlung: 

Auch im Jahr 2018 finden wieder erweiterte Wochenend-Kurse mit Paul Cavel in Stuttgart-Zuffenhausen  statt.

Die Termine sind: 02. bis 05. Februar, 08. bis 11. Juni und 05. bis 08. Oktober 2018.

Das Thema werden die fünf Elemente bzw. Wandlungsphasen (Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall) im Qi-Gong und TaiJi sein.

Ausführliche Beschreibung der Kurse und weitere Infos finden Sie auf der Seite von Paul www.paulcavel.com oder fragen Sie mich.

Anmelden können Sie sich per Email bei mir.