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Burnout

Leistungsverdichtung, hohe Unsicherheit, Normierung der Arbeitswelt usw. führen zu dauerhafter erhöhter Belastung der Menschen im Beruf. Hinzu kommen allgegenwärtige Reiz- und Informationsüberflutung und gegebenenfalls Belastungen auf privater Seite. Treffen diese äußeren Faktoren ungünstig mit inneren Faktoren (frühe Prägungen) zusammen, dann ist erhöhter Stress und „Energieverbrauch“ die Folge, was bei entsprechend langer Dauer zu Burnout führt.

Zusätzlich ist der Organismus oft geschwächt durch biochemische Belastungen: Toxine aus Nahrung, Umwelt, Medikamenten und/oder Mangel an wichtigen Mikronährstoffen infolge von Fehlernährung oder von Belastungen, die einen hohen Verbrauch an Mikronährstoffen (z.B. Magnesium bei Stress) mit sich bringen.

Das System Mensch ist durchaus in der Lage, kurzfristige Überlastungen und Grenzüberschreitungen auszuregeln, ohne Schaden zu nehmen – ja, der Mensch braucht sogar Belastungen, um leistungsfähig zu bleiben – Dauerstress jedoch, ohne ausreichende Erholungsphasen und mit dem Gefühl des Kontrollverlusts, kann zu Burndown und Burnout führen. Der Burnout ist also ein deutliches Signal unseres Körpers und unserer Seele: „So geht es nicht mehr weiter! Deutliche Veränderungen sind not-wendig!“

Gerade in Berufen, in denen das Eingeständnis von Überforderung als persönliches Versagen angesehen wird oder mit dem eigenen Selbstbild überhaupt nicht zusammenpasst, werden Warnsignale oft nicht wahrgenommen, verleugnet oder mit rein symptomatischer Therapie ausgeschaltet. Es muss oftmals erst zum Zusammenbruch kommen, bevor der Mensch einsieht, dass es so nicht weitergehen kann und tatsächlich die notwendigen Veränderungen angeht. Die Krise erzwingt also Veränderungen, die freiwillig durch innere Motivation nicht vorgenommen wurden, weil der Preis dafür zu hoch erschien.

Burnout ist durch drei Kriterien gekennzeichnet:

  1. Emotionale Erschöpfung
  2. Depersonalisation, ein Entfremdungserleben der eigenen Person gegenüber, meist gepaart mit sozialem Rückzug
  3. Die persönliche Leistungsfähigkeit ist reduziert und es entstehen Zweifel an der persönlichen professionellen Kompetenz

Darüberhinaus ist Burnout durch eine Entwicklung in Phasen gekennzeichnet (in der Literatur werden unterschiedliche Einteilungen vorgenommen), die aber im Einzelfall nicht so ablaufen müssen. Recht übersichtlich ist die Einteilung in drei Phasen:

  1. Die hyperaktive Phase – man versucht durch verstärkten Arbeitseinsatz – mehr vom Selben – die Situation zu retten.
  2. Die Phase des Rückzugs – man kann dies als Schutzmechanismus vor weiterer Enttäuschung sehen.
  3. Die Phase der inneren Leere – das echte Ausgebranntsein, das einer Depression sehr ähnlich ist. Allgemeines Desinteresse, bis hin zur Lähmung und damit auch die absolute Unfähigkeit, selbst noch Lösungen für sich zu suchen und zu finden. Diese Phase geht meist einher mit einer Erschöpfung der Nebennieren, die ja unter anderem für die Produktion der stressbezogenen Hormone zuständig sind.

Mögliche Lösungsschritte vom Burnout zu Resilienz und neuer Leistungsfähigkeit:

  1. Absicherung der körperlichen Seite, d. h. Klärung und Behandlung möglicher Störungen, Belastungen durch Giftstoffe, Mangelernährung, etc.
  2. Wiederaufbau der energetischen Integrität und Wiederherstellung einer stabilen autonomen Selbstregulationsfähigkeit
  3. Erarbeiten eines individuellen Ausstiegsprogramms aus der Überlastung auf der systemischen Ebene und Entwicklung von individuellen „Coping-Strategien“ 
  4. Aufdecken und Auflösen von ungünstigen „Programmierungen“ und inneren seelischen Belastungen (ungelöste seelische Konflikte, traumatische Belastungen, systemische Lasten aus der Herkunftsfamilie) mittels Aufdeckender Hypnose und/oder Methoden der Angewandten Neurobiologie. Dieser Schritt ist sehr entscheidend, da hier nach meinen Erfahrungen in der Regel die Kernursache eines Burnouts (und auch eines Großteils der Depressionen) zu finden ist.

Unterstützungsangebote durch Beratung und Coaching finden Sie auf meiner Beratungsseite unter den Menüpunkten  „Coaching“ und „Stressbewältigung und Burnoutprävention“.