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Stress

Ein weites Ursachenfeld für Erkrankungen und Beschwerden – und in seiner Wirkung immer noch unterschätzt –  ist Stress in seinen unterschiedlichsten Formen. Auf der körperlichen Ebene können dies beispielsweise Mangelzustände, Toxinbelastungen, Infektionen, Elektrosmog, Reizüberflutung sein, im psychischen Bereich innere und äußere ungelöste Konflikte, traumatische Erfahrungen und, alle Ebenen betreffend, Arbeitsüberlastung und Fehlbelastung jeglicher Art, oft verbunden mit dem Gefühl des Kontrollverlusts.

Die Reaktion auf Belastungen – die innere Bewertung von Reizen und Belastungen durch unseren Organismus –  ist individuell sehr unterschiedlich und wird sowohl von unserer Anlage, als auch von unseren prägenden Erfahrungen bestimmt.

Grundsätzlich gehört Stress zum Leben dazu und sorgt durch die notwendigen Anpassungsreaktionen des Menschen für Weiterentwicklung und Wachstum, ist in diesem Sinne als Chance und Herausforderung zu sehen.

Die allgemeine Stress-Reaktion des Körpers besteht in einer Aktivierung und Bereitstellung von Ressourcen um die aktuelle Bedrohung zu bewältigen (Kampf oder Flucht). Alle körperlichen Prozesse und Funktionen, die auf Erholung, Regeneration, Aufbau zielen (inklusive unser Immunsystem), werden heruntergefahren, denn sie kosten Energie, die aber zur Rettung aus der momentan bedrohlichen Lage – die erste Priorität für unseren Organismus – benötigt wird. (Wer starken Prüfungsstress kennt, hat diese Entlastungsreaktion des Körpers kennengelernt. Verdauung nämlich ist für die unmittelbare „Überlebenssicherung“ nicht wichtig.) Das ist dann kein Problem, wenn die Stressreaktion nur kurz ist und die Gefahr schnell beseitigt ist. Problematisch wird es, wenn die Stressbelastung länger andauert, der Stress chronisch wird.

Stress-Belastungen, die der menschliche Organismus nicht mehr ausgleichen kann und die somit die Stressreaktion aufrechterhalten, führen zu funktionellen, später auch organisch manifesten Störungen. Dies können beispielsweise Kopfschmerzen, Migräne, Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich und der gesamten Wirbelsäule, bis hin zum Bandscheibenvorfall, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sexuelle Probleme, Ohrgeräusche, der sogenannte Tinnitus aurium oder Krebs sein. Hinzu kommen eine ganze Reihe von möglichen Symptomen im Mental- und Gefühlsbereich wie Unlust, Ängste, Abkapselung von der Umwelt, Vergesslichkeit, Konzentrationsprobleme, Aktionismus, Antriebsarmut, unangemessene Aggressionen. Endstadium können schwere Krankheiten, Zusammenbruch oder Depression und der sogenannte Burnout sein.

Bei der Behandlung  müssen sowohl die Symptome als auch die auslösenden Belastungen, zusammen mit den tiefer liegenden Ursachen,  Prägungen und verborgenen Konflikten berücksichtigt werden. Je nach individueller Situation und Symptomatik umfasst daher sowohl Diagnostik als auch Therapie die körperliche und die energetische Ebene und die (tiefen)psychologischen und systemischen Aspekte unabhängig davon, ob sich die Erkrankung im somatischen oder im psychischen Bereich darstellt.